- Statt Ein-Euro-Jobs Beschäftigung in Arbeitsverhältnissen
In einer „Pressemappe“ präsentiert die Berliner Kampagne gegen Hartz IV ihre Vorstellungen von Alternativen zu Ein-Euro-Jobs und und setzt sich zugleich mit konkurrierenden Vorschlägen auseinander.
- Mindestens für schwervermittelbare Langzeitarbeitslose über 25 fordert ein Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit, Michael Pflügner, einen 3. Arbeitsmarkt.
- Forderung nach einem „ehrlichen 2. Arbeitsmarkt“
In die laufenden Vorarbeiten der Regierungskoalition zu erneuten Änderungen der Hartz-IV-Gesetze im Jahr 2007 bringt der DGB zusammen mit einigen Wohlfahrtsverbänden die Forderung nach einem „ehrlichen 2. Arbeitsmarkt“ anstelle der ausufernden Ein-Euro-Jobs ein. Die Stellungnahme ist nachfolgend zum Herunterladen angefügt.
- Zweiter Arbeitsmarkt statt Ein-Euro-Jobs
Annelie Buntenbach, Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands, plädiert für einen „ehrlichen zweiten Arbeitsmarkt“ für schwer vermittelbare Personen, insbesondere ältere Arbeitnehmer, in einem Beitrag für die Frankfurter Rundschau: http://www.fr-aktuell.de/in_und_ausland/dokumentation/?em_cnt=980963
Arbeitsplätze auf diesem „ehrlichen zweiten Arbeitsmarkt“, das habe auch der Bundesrechnungshof festgestellt, seien durchschnittlich nicht teurer als Ein-Euro-Jobs.
Die Langfassung dieses Plädoyers mit Berechnungen und Vorschlägen für Gesetzesänderungen findet sich hier: Langfassung
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Kombilöhne – Viel Geld für wenig neue Jobs
Lohnzuschüsse im Niedriglohnbereich schaffen kaum zusätzliche Arbeitsplätze für gering Qualifizierte. Eine flächendeckende Einführung von Kombilöhnen würde die öffentlichen Haushalte enorm belasten. Einige Modelle könnten immerhin zur Armutsbekämpfung beitragen.
- In einem Kurzbericht untersucht das IAB, welche Folgen solche Kombilohn-Modelle in anderen Ländern hatten und diskutiert, welche Argumente für und welche wider die Einführung eines Kombilohnmodells in Deutschland sprechen. Danach steigt der Erfolg von Kombilöhnen, je mehr die allgemeine Grundsicherung abgesenkt oder mit Verschärfungen der Mitwirkungspflichten der Empfänger unattraktiver gemacht wird.
- Kombilohn in Hamburg: Befristete Lohnsubventionen mit nachhaltigen Erfolg
Der IAB-Kurzbericht Nr. 20/2006 (von Uwe Jirjahn, Christian Pfeifer, Georgi Tsertsvadze und Susanne Koch) bescheinigt dem 2002 gestarteten Hamburger Kombilohn-Modell nachhaltigen Erfolg. Die befristete und zielgruppenorientierte Förderung wettbewerbsschwächerer Personen verbessere deutlich deren individuelle Beschäftigungschancen. Aufgrund von Mitnahme-, Substitutions- und Drehtüreffekten dürfe man dies allerdings nicht mit einer Erhöhung der Beschäftigung insgesamt gleichsetzen, warnen die Arbeitsmarktforscher.
- Kombilohn: Ein Ansatz mit Haken und Ösen.
AB-Kurzbericht Nr. 03/2006 von Dietz, Martin; Koch, Susanne; Walwei, Ulrich
Auch wenn Kombilöhne den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern – als arbeitsmarktpolitisches Allheilmittel sind sie keinesfalls geeignet. Um die hohe Arbeitslosigkeit nachhaltig zu senken, wäre eine umfassende Reform des Steuer- und Abgabensystems nötig. Ein erster Schritt könnte die weitere Senkung der Sozialversicherungsbeiträge im Niedriglohnbereich sein.
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Kombilöhne – Magdeburger Alternative zu schön, um wahr zu sein
1,8 Millionen neue Jobs und eine Entlastung der Staatskasse verspricht eine besonders ehrgeizige Kombilohnkonstruktion der Magdeburger Ökonomen Ronnie Schöb und Joachim Weimann. Das IMK hat nachgerechnet – und kommt zu ernüchternden Ergebnissen.